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OBOR - One Belt, One Road Initiative

Chinas "One Belt, One Road Initiative" (OBOR) wurde 2013 zum Aufbau eines interkontinentalen Infrastruktur-Netzes zwischen Europa, Afrika, Asien und China gegründet.

Fast beiläufig und als eine seiner ersten Regierungsäußerungen wurde im September 2013 die “Vision” einer „One Belt, One Road“ (OBOR) Initiative von dem damals frisch vereidigten Staatschef Xi Jingping erwähnt. Erste konkrete Pläne folgten dann erst im März 2015.

Mittlerweile ist die "One Belt, One Road Initiative" umbenannt in „Belt and Road Initiative“ (BRI). 

Mit der Initiative möchte China Asien, Afrika und Europa auf dem Land- ('Belt') und Seeweg ('Road) enger verbinden. Ein Netzwerk von Infrastrukturprojekten und neuen Wirtschaftszonen soll Marktzugänge und Investitionsmöglichkeiten in Südostasien, Südasien und Zentralasien erschließen und den Handel und die Kooperation mit der EU voranbringen. Der Seeweg spielt dabei eine zentrale Rolle und verknüpft China über den Indischen Ozean mit Afrika. Transregionale Transportnetze (Eisenbahn, Hochgeschwindigkeitslinien, Straßennetze) sollen geschaffen, Häfen und Flughäfen ausgebaut beziehungsweise modernisiert werden. Zusätzlich sind zahlreiche Öl- und Gaspipelines sowie Telekommunikationsnetzwerke geplant. 

Das China-Programm der Stiftung Asienhaus möchte verstärkt über die sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen der neuen vor allem auf Infrastruktur fokussierten Investitionsoffensive informieren. Es ist uns ein Anliegen, den lokalen Gemeinschaften in den Zielregionen der Investitionen eine Stimme zu geben und die Etablierung von sozialen und Umweltstandards zu unterstützen.

Mehr über die "One Belt, One Road Initiative" (OBOR)

Materialien zur "One Belt, One Road Initiative" (OBOR)

Nach dem Mammutprojekt "Große Grüne Mauer", durch das mit massiven Aufforstungen die Desertifikation im Norden Chinas gestoppt werden soll, soll jetzt die Wiederbelebung der alten Handelsroute als moderner Infrastruktur-Korridor, der "New Silk Road" , durch einen Grüngürtel ökologisch aufgewertet werden. Bei der Konferenz der UN Convention to Combat Desertification (UNCCD) in Mexiko stellten chinesische Geschäftsleute den Plan vor, innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 1,3 Millionen Hektar Land 1,3 Milliarden Bäume zu pflanzen, finanziert durch einen Green Ecological Silk Road Investment Fund. Das UNCCD-Sekretariat lobte diese Public-Private Partnership bereits als "wichtigen Beitrag nicht nur zu  Nachhaltigkeit, Stabiität und Wachstum in... Mehr
Nora Sausmikat (Hg.)
Chinas Rohstoffpolitik sowie die Investitionen im Rohstoffsektor haben nicht nur Auswirkungen in China und in Südostasien, sondern auch in Afrika, Lateinamerika und nicht zuletzt in Europa. Mehr
Unsere neue Broschüre zu "Chinas Rohstoffhunger" (im Druck) beinhaltet auch einen Artikel, der chinesische Ambitionen in der Arktis analysiert. Nahezu zeitgleich zu dieser Broschüre erreicht uns die Nachricht, dass die General Nice Group Hong Kong die Rechte  für eine Eisenmine in Isua, Grönland erworben hat. Dies ist das erste Mal, dass ein Rohstoffprojekt in der Arktis zu 100 Prozent einem chinesischen Unternehmen zugesprochen wird. Die Mine, 2 Mrd. Dollar wert, wurde erworben, nachdem ihr Vorbesitzer, die London Mining Inc., Konkurs gegangen ist. Doch auch unter dem neuen Besitzer ist die Durchführbarkeit nicht sicher. Zwar bietet der Standort hochwertiges Eisen, doch der Abbau ist sehr kostenintensiv. Es wird zudem befürchtet, dass... Mehr
Antje Nötzold
Neues Buch über Energieversorgung im Vergleich China/EU erschienen. "Mit Blick auf den europäischen Importbedarf für Erdöl und -gas richtet sich das Augenmerk in den letzten Jahren verstärkt auf den rasant ansteigenden Energiebedarf der Volksrepublik... Mehr
Leung, Denise / Yingzhen Zhao / Ballesteros, Athena / Tao Hu
Washington, April 2013, 29 S. Mehr
International Rivers
International Rivers, April 18, 2013 Mehr
Lipinsky, Astrid
in: Südostasien 1/2012, S. 12-14 Mehr
Qin Hui
Online-Materialien des Asienhauses 9/2012, April 2012, 16 S. Mehr