Logo Stiftung Asienhaus

Materialien

Schutz der Arbeit in Partnerschaftsabkommen mit China? Fallbeispiele Adidas, Metro und Aldi (2010)

Wick, Ingeborg / Ferenschild, Sabine

hg. von SÜDWIND e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene in Kooperation mit dem Ökumenischen Netz Rhein Mosel Saar, August 2010, 96 S.

Nach Beginn der Weltmarktöffnung Chinas vor drei Jahrzehnten haben immer mehr Kommunen und Bundesländer in Deutschland Partnerschaftsabkommen mit chinesischen Städten und Provinzen abgeschlossen. Heute sind 88 deutsche Kommunen und 16 Bundesländer sowie mehr als 100 Schulen durch Partnerschafts- bzw. Austauschprogramme mit China verbunden. Hauptmotor für die kommunalen und regionalen Partnerschaftsabkommen waren von Anfang an Wirtschaftsinteressen, obwohl in den letzten Jahren auch umwelt-, forschungs- und bildungspolitische Themen an Bedeutung gewannen.

Über Partnerschaftsabkommen fördern deutsche Kommunen und Bundesländer die Interessen von Unternehmen, die nach China expandieren und an dessen Wirtschaftsdynamik partizipieren. Weitgehend ausgeklammert blieb bisher, dass das Wirtschaftswachstum und die weltweit führende Exportposition Chinas auf extrem niedrigen Arbeitskosten aufbauen, die eine Folge systematischer Arbeitsrechtsverletzungen sind.

Die vorliegende Publikation will in diese Lücke vorstoßen sowie die Themen »Arbeit« und »globale Sozialverpfl ichtung von Unternehmen« in die Aktivitäten ausgewählter Partnerschaftsabkommen einbringen, wie dies 2007 ein Bündnis von Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen im Blick auf die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und der chinesischen Provinz Fujian begonnen hat.

Die Studie enthält die Ergebnisse von Untersuchungen über Arbeitsbedingungen in Zulieferfabriken von Adidas und Aldi in den chinesischen Provinzen Fujian und Guangdong sowie in Cash & Carry-Märkten von Metro in Chongqing und Guangzhou, die mit Partnerschaftsabkommen deutscher Kommunen und Bundesländer direkt oder indirekt verbunden sind. Auf diese Weise soll eine Thematisierung der Untersuchungsergebnisse in den tangierten Partnerschaften erleichtert und befördert werden.

Neben den Untersuchungsberichten aus China enthält die vorliegende Studie Unternehmensportraits und Stellungnahmen von Adidas, Aldi und Metro, einen Überblick über die bestehenden deutsch-chinesischen Partnerschaftsabkommen sowie Handlungsperspektiven für Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen
und VerbraucherInnen.

Bezug: SÜDWIND e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene, Lindenstr. 58–60, 53721 Siegburg, info@suedwind-institut.de
Preis: 5,00 €, ab 10 Exemplaren: 3,00 € (zuzüglich Versandkosten)
Externer Link zum Dokument

Sprache: deutsch
Materialform: studie
Schlagworte: Interview, Film