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Lokaler Widerstand von Fischereigemeinschaften in Kenia (2019)

In diesem Beitrag des BRI-Tickers richten wir erneut den Blick nach Ostafrika. In Kenia fürchten Fischer um ihre Existenzgrundlage, doch die versprochenen Entschädigungszahlungen bleiben weiterhin aus. Fischer aus dem Küstenörtchen Lamu klagten 2012 vor dem Gericht in Malindi gegen den inzwischen fast fertig gestellten Hafen in Lamu, der von der China Communications Construction Company errichtet wird.

Sie berufen sich dabei auf die Verletzung des Auskunftsrechts, als vom Hafenbau betroffene Partei nicht mit in die Planung involviert worden zu sein. Die durch die Baggerarbeiten verursachte Zerstörung der Korallenriffe und Mangrovenwälder haben die Fischpopulationen und die Fischgründe stark beeinträchtigt. Die Fischer forderten Entschädigungszahlungen, da ihre Existenzgrundlage durch den Hafen gefährdet ist. 17 Mio. US$ an Kompensationsgeldern wurden den Fischern letztes Jahr vom Gericht versprochen; gesehen haben sie von diesem Geld bisher noch nichts. Die finanzielle Situation der Fischer wird zudem noch dadurch bedroht, dass günstigere, aus China importierte Fischware den lokalen Markt sättigt.

 

Nathalie Beissel

Schlagworte: Nachhaltigkeit, Afrika, Investitionen, Infrastruktur, Handel, Globalisierung, Ressourcen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Seidenstraße, Entwicklung, China, Belt and Road Initiative (BRI)

Termine

15.11.2020 | Köln

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