Logo Stiftung Asienhaus

Materialien

Bulgarien wirbt um Investitionen aus China - Auch Ausbau von Kernkraftwerken im Gespräch (2011)

Radio Bulgarien

RWE, Deutsche Bank und Hypovereinsbank kündigen Investitionen in Belene auf

'Bulgarien will sich für Handelsströme aus der asiatisch-pazifischen Region und besonders aus China als EU-Tor positionieren', sagt der Chef der Bulgarischen Investitionsagentur Borislaw Stefanow.

In der Radiosendung heißt es unter anderem:
Erste Unternehmen aus den Bereichen Elektronik, Haushaltstechnik und Unterhaltungselektronik sowie Autozulieferer haben bereits ihr Interesse an einer Niederlassung im neuen Technopark bekundet. Das Hauptinteresse chinesischer Großinvestoren liegt jedoch in drei anderen Bereichen. Dazu Botschafter Yezhou:

„Erstens Infrastruktur. Die neugebaute Autobahn in China hat eine Länge von 4.000km, 4.000km in einem Jahr. D.h. wir habe gute Technik, wir haben gut ausgebildetes Fachpersonal und übrigens, was auch wichtig ist, wir haben Geld. Zweiter Bereich ist Energie – herkömmliche, also traditionelle klassische Energie und erneuerbare Energie. Und drittens in dem Bereich, in dem nur Bulgarien etwas anzubieten hat – z.B. Wein, Rosen also Spezialprodukte.“

Den Grundstein für chinesische Investitionen im Energiebereich setzte der solare Betapark bei Ichtiman nahe Sofia. Er hat eine Jahreskapazität von 2.500 Megawatt. Die Investition beläuft sich auf fünf Millionen Euro. Die Photovoltaik-Module wurden nach einer einzigartigen chinesischen Technologie gefertigt. Chinesische Unternehmen haben auch Interesse am Ausbau des Atomkraftwerks Koslodui sowie am Bau des Atommeilers Belene geäußert. Und eine weitere bulgarisch-chinesische Erfolgsgeschichte werde in wenigen Wochen zur Realität, so Agenturchef Stefanow.

„Das derzeit größte Projekt ist ein Gemeinschaftsobjekt zwischen dem bulgarischen Litex Commerce und dem chinesischen Autobauer Great Wall Motor. Finanziert wird das Automobilwerk bei Lowetsch überwiegend von der bulgarischen Firma, allerdings kommen die Maschinen, das ganze Knowhow usw. aus China. Die ersten Kraftfahrzeuge sollen im April vom Band gehen.“
Quelle: Radio Bulgarien, 4. April 2011
bnr.bg/sites/de/Lifestyle/Euranet/Pages/040411_China.aspx
Text mit Link zu Radio-stream: Bulgarien wirbt um Investitionen aus China
www.urgewald.de/index.php?page=12-196-692

Sprache: deutsch
Schlagworte: Interview, Intern. Beziehungen, Energie & Rohstoffe