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Chinas Land Grabbing als »Soft Power« - Ein Mittel im zivilisatorischen Auftrag des Landes (2012)

Schneider, Henrique

in: Südostasien 1/2012, S. 15-17

»Tianxia« (天下) bedeutet »unter dem Himmel« und hat eine besondereBedeutung für das Selbst- und Geschichtsverständnis Chinas: Das Reichder Mitte ist eine Zivilisation, die jetzt den Anspruch erhebt, in Vergangenheiterhoben hat und in Zukunft erheben wird, alle Länder unterdem Himmel zu prägen.

Wenn von Land Grabbing gesprochen wird, istdamit meist ein ökonomischer Sachverhalt gemeint:Die stetige Verringerung der natürlichen Ressourceneines Landes, wird mit einer aggressiven Akquisitionspolitikim Ausland gekontert, damit sichdas betroffene Unternehmen oder Land diese Zulieferung sichern kann. Einige Akteure, die sich aktiv am Land Grabbingbeteiligen, sehen dieses als eine unter vielen Maßnahmen,um auch politische Macht auszuüben. Dieheutige (Wirtschafts-) Außenpolitik Chinas ist ein paradigmatischerFall dafür.
 Artikel: Chinas Land Grabbing als »Soft Power«


Zur Ausgabe der Südostasien 1/2012

Sprache: deutsch
Materialform: artikel
Schlagworte: Weltwirtschaft, Intern. Beziehungen, Außenpolitik