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China's "Belt and Road Initiative" (BRI)

Mit der Belt and Road Initiative" möchte China seit 2015 Asien, Afrika und Europa auf dem Land- ('Belt') und Seeweg ('Road) enger verbinden. Ein Netzwerk von Infrastrukturprojekten und neuen Wirtschaftszonen soll Marktzugänge und Investitionsmöglichkeiten in Südostasien, Südasien und Zentralasien erschließen und den Handel und die Kooperation mit der EU voranbringen. Der Seeweg spielt dabei eine zentrale Rolle und verknüpft China über den Indischen Ozean mit Afrika. Transregionale Transportnetze (Eisenbahn, Hochgeschwindigkeitslinien, Straßennetze) sollen geschaffen, Häfen und Flughäfen ausgebaut beziehungsweise modernisiert werden. Zusätzlich sind zahlreiche Öl- und Gaspipelines sowie Telekommunikationsnetzwerke geplant. 

Im September 2013 wurde die “Vision” einer „One Belt, One Road“ (OBOR) Initiative erstmals erwähnt. Erste konkrete Pläne folgten dann erst im März 2015. Mittlerweile ist die nun offiziell als „Belt and Road Initiative“ (BRI) bezeichnete neue chinesische Außenpolitik- und Investitionsinitiative international etabliert. 

Das China-Programm der Stiftung Asienhaus möchte verstärkt über die sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen der neuen vor allem auf Infrastruktur fokussierten Investitionsoffensive informieren.  Gemeinsam mit Partnern in China und anderen Ländern möchten wir diese Prozesse kritisch begleiten.

Mehr über die Belt and Road Initiative (BRI)

Materialien zur Seidenstraßen-Initiative (Belt and Road Initiative / New Silk Road)

18.8.2017, Robin Lee, https://borderless-hk.com/2017/08/18/what-might-one-belt-one-road-mean-for-people-in-china/ While OBOR is an outbound development strategy that is expected to significantly expand China’s political and economic reach overseas, it also potentially has significant domestic implications. Mehr
Tuesday 5 September 2017, by LEE Robin, http://www.europe-solidaire.org/spip.php?article41918 Over the weekend (2nd-3rd September) more than 100 participants met in Hong Kong for a People’s Forum on One Belt, One Road (OBOR) and BRICS. As BRICS leaders begin to meet for their 9th BRICS summit in Xiamen this week and the Hong Kong Trade Development Council prepares to host its second Belt and Road summit in Hong Kong aiming to attract investors and others in the business community next weekend, civil society members from eight countries and local Hong Kong people came together to share their experiences, offering a counter narrative to the neoliberal agendas usually promoted by the official summits that largely exclude these critical... Mehr
Laut einem Artikel von Karen Gilchrist bei CNBC könnte Chinas BRI das nächste große Risiko für das globale Finanzsystem darstellen. Die Ambitionen, über 60 Länder per Infrastruktur und auch finanziell miteinander zu verbinden, könnten den chinesischen Bankensektor in Schwierigkeiten bringen. Betroffen wären davon dann einige der größten staatlichen Banken Chinas wie etwa die Industrial and Commercial Bank of China, die Bank of China und viele mehr. Alleine die China Construction Bank soll über 100 Milliarden yuan von in- und ausländischen Investoren ersteigert haben. Sollten diese Investitionen sich als nicht lukrativ erweisen, würde eine finanzielle Krise der chinesischen Banken sich schließlich auf den globalen Finanzsektor ausweiten. ... Mehr
China-Programm der Stiftung Asienhaus (Hrsg.)
Mit der Belt and Road Initiative (BRI) möchte China Asien, Afrika und Europa auf dem Land-(›Belt‹) und Seeweg (›Road‹) enger verbinden. Ein Netzwerk von Infrastrukturprojekten und neuen Wirtschaftszonen soll Marktzugänge und Investitionsmöglichkeiten in Südostasien, Südasien und Zentralasien erschließen und den Handel und die Kooperation mit der EU voranbringen. Was bedeutet das aber für die Bevölkerungen? Die Stiftung Asienhaus mit ihrem China-Programm möchte in ihrem Projekt zur Seidenstraßen-Initiative verstärkt über die sozialen, politischen und ökologischen Auswirkungen der Investitionsoffensive in China selbst, als auch in Asien und Afrika informieren. Es ist uns darüber hinaus ein Anliegen, den lokalen Gemeinschaften in den... Mehr
Julia Breuer
In diesem Policy Briefing erweitert Julia Breuer unsere Perspektive über die Seidenstraßenstrategie indem sie aufzeigt, dass diese nicht nur Eurasien, sondern zu einem signifikanten Teil den gesamten afrikanischen Kontinent betrifft. Die geplanten und zum Teil im Bau befindlichen Häfen sind nur Teil der groß angelegten Pläne, das afrikanische Hinterland durch Bahnstrecken und Straßen zu erschließen. Breuer hat hierfür eine eigens für unser Projekt entworfene Landkarte entworfen. Mehr
Ein Kommentar von Christian Wagner (Stiftung Wissenschaft und Politik, SWP), in: SWP aktuell 45, Juni 2017 Mehr
Wenn wir da mal uns alle nicht zum Narren machen lassen: das Bild der Seidenstraße wird nun für jegliche Infrastrukturmaßnahmen zwischen China und Europa bemüht. Die Renmin Ribao/Volkszeitung titelte am 20.6.2017: "China webt eine Luft-Seidenstraße". Anlaß waren Gespräch zwischen Chinas Ministerpräsidenten Li Keqiang am 13.6. und seinem luxemburgischen Amtskollegen Xavier Bettel. Luxemburg verfügt über eine moderne Luftgütertransportindustrie. Im April 2014 kaufte die Henan Civil Aviation Development & Investment Co., Ltd 35 Prozent der Anteile der luxemburgischen Fluggesellschaft Cargolux Airlines International an. Cargolux Airlines International ist die größte Gütertransportfirma in Europa. 2015 schon bemühte die United Nations World... Mehr
Neben der geplanten Neubaustrecke zwischen Kunming und Vientiane , der Hauptstadt von Laos, plant China einen neuen kommerziellen Hafen, der 500 Tonnen Frachter mitten im Dschungel abfertigen soll Mehr
Nadine Godehardt , Paul J. Kohlenberg
Angesichts fehlender westlicher Visionen für die Zukunft der Globalisierung könnte es China schneller als erwartet gelingen, internationale Diskurse zu bestimmen. Im Zuge der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten und seiner »America First«-Rhetorik hat sich der internationale Kontext soweit verändert, dass Xi Jinping an seiner politischen Wortwahl nicht mehr viel ändern musste, um sich als Antipode Trumps oder Visionär einer Globalisierung 2.0 in Stellung zu bringen. Das kürzlich veranstaltete Seidenstraßen-Forum, das die meisten ausländischen Regierungsvertreter seit der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele von 2008 nach Peking lockte, veranschaulicht das. Die rege Teilnahme von 29 Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten von... Mehr
Die Weltbank hat ihre Umwelt- und Sozialstandards überarbeitet. Die neuen Standards sollen frühestens Anfang 2018 zur Anwendung kommen. Sie verabschieden sich weitgehend von Verbindlichkeit und lassen den Nehmerländern der Weltbank großen Freiraum, was den Schutz von Umwelt und betroffenen Gemeinschaften angeht. Dies ist ein riskantes Experiment, insbesondere aufgrund der wachsenden Bedrohung zivilgesellschaftlicher Organisationen in vielen Staaten, die wichtige Bankkunden sind. Die chinesisch dominierte neue Investitionsbank AIIB dient dabei als Argument, Standards runterzuschrauben. Unter Führung ihres Präsidenten Jim Yong Kim plant die Weltbank ihr Kapital zunehmend in riskante Großprojekte zu investieren und schneller abfließen zu... Mehr