Logo Stiftung Asienhaus

Aktuelles

Konflikte im Südchinesischen Meer - China in der Nationalismusfalle (2019)

Immer wieder gibt es Konflikte im Südchinesischen Meer. Zuletzt kam es im September letzten Jahres beinahe zu einer Kollision zwischen einem US amerikanischen und einem chinesischen Kriegsschiff. Solche Ereignisse fordern ein bereits angespanntes Verhältnis zwischen beiden Staaten zusätzlich heraus. Da im Südchinesischen Meer mehrere Anrainerstaaten Ansprüche auf die an Bodenschätzen reichen Territorien und die für den Handel wichtigen Schifffahrtsrouten erheben, zählt das Gebiet mittlerweile zu den konfliktreichsten Regionen der Welt.

Neben Taiwan, den Philippinen, Malaysia, Vietnam und Brunei stellt auch China Ansprüche auf die Gebiete des Südchinesischen Meeres und zwar auf beinahe die Gesamten. Um das zu rechtfertigen, benutzt die KP die Geschichtsschreibung zu ihrem Vorteil.

So hat man auch um die Gebiete im Südchinesischen Meer einen vermeintlich historisch manifestierten Anspruch gestellt, den die seit Jahren nationalistischer werdenden Chinesen unterstützen und fordern. Dieser wurde 2016 durch den ständigen Schiedshof in Den Haag jedoch abgelehnt. Nun hat die KP durch die vorherige Propaganda eine Art eigenen Zugzwang geschaffen und baut den Einfluss im Südchinesischen Meer durch zu militärischen Stützpunkten umgebaute Atolle und Felsen aus.

Deshalb führt nun die seit Jahrzehnten im Westpazifik stationierte US-Kriegsmarine, zur Unterstützung der Anrainer, dort vermehrt Freedom-of-Navigation-Fahrten durch, die durch das internationale Seerecht gestattet sind. So auch im September 2018 als es beinahe zu einer Kollision kam. Die Intensität der Konflikte zwischen den Staaten nimmt weiter zu. Weitere Informationen sind in dem unten stehenden Artikel von Sascha Zhivkov zu finden.