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Aktuelles

18.05.2017

Das Seidenstraßen-Forum in Peking ist zuende gegangen. Reflexionen von Nadine Godehardt (SWP) und Paul Kohlenberg (SWP)

Angesichts fehlender westlicher Visionen für die Zukunft der Globalisierung könnte es China schneller als erwartet gelingen, internationale Diskurse zu bestimmen. Im Zuge der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten und seiner »America First«-Rhetorik hat sich der internationale Kontext soweit verändert, dass Xi Jinping an seiner politischen Wortwahl nicht mehr viel ändern musste, um sich als Antipode Trumps oder Visionär einer Globalisierung 2.0 in Stellung zu bringen. Das kürzlich veranstaltete Seidenstraßen-Forum, das die meisten ausländischen Regierungsvertreter seit der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele von 2008 nach Peking lockte, veranschaulicht das. Die rege Teilnahme von 29 Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten von 130 Staaten unterstreicht die Hoffnung, die vielerorts in Chinas Initiative gelegt wird.