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EU-China Newsletter 4/09

26.11.2009

Inhalt in Kürze

1. Chinesische NGOs zum
    Klimawandel

2. Umweltjahrbuch China
3. Landwirtschaft China
4. Zivilgesellschaft in
    China: 30 Jahre
5. Kodizes und Spielzeug

Empfehlung zu
Weihnachten

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Termine

5.12.2009, 13:45, 5 Euro: 3. China-Tag in Köln,  Universität

Archiv/Bestellen

Im Archiv finden Sie die bisher erschienenen Ausgaben des China- Informationen und eine Bestellmöglichkeit.

Chinesische Zivilgesellschaft zum Klimawandel

zur Erklärung (Hintergrundinformationen 14/2009, 19.11.2009
 

Am 17. November veröffentlichte eine Gruppe von chinesischen NRO die Erklärung "Chinese Civil Society and Climate Change: Consensus and Strategies". In der Erklärung werden nicht nur Forderungen an den internationalen Verhandlungsprozess, sondern auch an die chinesische Regierung gestellt, den Kampf gegen den Klimawandel aktiv zu gestalten.

Der Prozess, der zur Erstellung dieser Erklärung führt, begann 2007 mit der Gründung des China Climate Action Networks. Die vorliegende Erklärung wird getragen von einer Kerngruppe von acht Organisationen (Friends of Nature, Oxfam Hong Kong, Greenpeace, Actionaid China (AAC), Global Village Beijing, World Wide Fund for Nature China (WWF), Green Earth Volunteers and the Institute of Public and Environmental Affairs), darunter in China tätige internationale Organisationen, sowie fast 40 weiteren chinesischen Umweltorganisationen.

Mit dieser Erklärung wollen die Unterzeichner u.a. einen Diskussionsprozess eröffnen, der das Verständnis von globalen Klimafragen in der Umweltbewegung Chinas stärkt.

Friends of Nature: Jahrbuch Umwelt China

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Zum dritten Mal veröffentlichte die chinesische Umweltorganisationen "Friends of Nature" eine Bilanz der Umweltsituation in China. Dieser Band gibt den Stand des Jahres 2007 wider.

Das China Environment Yearbook ist die englische Version des Chinese Green Book of Environment (环境绿皮书)von Friends of Nature, Chinas erfahrenster Umwelt-NGO. Das Jahrbuch leistet Pionierarbeit, indem es die drängenden nationalen und globalen Umweltprobleme anspricht, mit denen China konfrontiert ist. Die Reihe bietet einen einzigartigen Einblick in die Forschungsarbeit einer in China ansässigen Umweltorganisation und dient all jenen, die an der zivilgesellschaftlichen Entwicklung in China interssiert sind, als eine der seltenen englischsprachigen Primärquellen.

Das Buch ist in der englischen Version bei Brill erschienen, leider zu einem unfassbaren Preis von 114 Euro. Es wäre zu begrüßen, wenn sich Mittel finden ließen, um ein solches Jahrbuch für eine breitere Öffentlichkeit erschwinglich zu machen.  (The Chinese Academy of Social Sciences Yearbooks: Environment, Volume 3, 280 S., 114 Euro, Brill (Leiden-Boston) 2009)

Landwirtschaft und Bioprodukte "Made in China"

siehe auch die Beiträge in den China-Informationen 3/200
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Ergänzend zu den Beiträgen in der letzten Ausgabe der China-Informationen soll das Thema "Bio 'Made in China'" hier noch einmal aufgegriffen werden.

Diskussion über Zivilgesellschaft in China

von Fu Tao (Hintergrundinformationen 11/2009 - zum Volltext als pdf-Datei)
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Dieser Artikel  wurde erstmals in der chinesischen Ausgabe von China Development Brief veröffentlicht. Fu Tao, Herausgeber von China Development Brief, diskutiert detailliert die unterschiedlichen Interpretation der Entwicklung einer chinesischen Zivilgesellschaft. 

Die beiden besprochenen Bücher ("30 years of the Chinese Civil Society" und "The 2008 Blue Book on the Development of the Chinese Civil Society") wurden durch zwei sehr unterschiedliche Institutionen herausgegeben: zum einen durch das NGO-Research Institute of the Qinghua University, zum anderen durch das Civil Society Research Centre of Beijing University.

Wir stellen erstmals eine englische Übersetzung zur Verfügung, denn die Besprechung gibt einen Blick auf die wissenschaftliche Debatte über die chinesische Zivilgesellschaft durch einen Aktivisten eben dieser Bewegung. 

Diskussion über Kodizes in der Spielzeugindustrie

Diskussionspapier der Aktion fair spielt, von Uwe Kleinert u.a
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"Langer Anlauf - doch zu kurz gesprungen" - unter diesem Titel diskutiert die Aktion fair spielt die bisherigen Erfahrungen mit den Verhaltenskodex in der Spielzeugindustrie.

Vor dem Hintergrund von schwerwiegenden Verstößen gegen Sozialstandards sei es zu begrüßen, so die Aktion fair spielt, dass der Weltverband der Spielzeugindustrie im Jahr 2001 seinen 1995 verabschiedeten Code of Business Practices (ICTI-Kodex) überarbeitete und ein Monitoring- und Zertifizierungsprogramm, den so genannten ICTI CARE-Prozess, zur Überprüfung der Fabriken aufzubauen begann. Dem Anspruch nach sollte der Kodex zum globalen Standard für die Branche werden.

Mit der Umsetzung des Prozesses begann der Verband bzw. die von ihm gegründete und mit der Durchführung betraute ICTI CARE Foundation in China, was angesichts des Marktanteils von Spielzeug aus chinesischer Fertigung nachvollziehbar ist.

Die ersten Fabrikinspektionen im Rahmen des ICTI CARE-Prozesses fanden 2003 statt; die ersten Zertifikate wurden 2004 vergeben. Aktuell sind 2.102 Fabriken für den Prozess registriert, 1.054 zertifiziert.

Das Diskussionspapier der Aktion fair spielt stellt zum einen die Strukturelemente und Verfahren des ICTI CARE-Prozesses dar, um sie anschließend einer kritischen Würdigung zu unterziehen. In Abschnitt 4 werden Mindestanforderungen formuliert, welche die Aktion fair spielt als wesentliche Voraussetzungen für die Wirksamkeit, Glaubwürdigkeit und Transparenz des ICTI CARE-Prozesses erachtet.

(Diskussionspapier der Aktion fair spielt zum ICTI CARE-Prozess, erstellt von Uwe Kleinert in Zusammenarbeit mit Elisabeth Strohscheidt, Heidelberg/Aachen, November 2009, 21 S. )

Hier können Sie den Rundbrief abbestellen!

Presserechtlich verantwortlich: Klaus Fritsche, Asienstiftung, Bullmannaue 11, D-45327 Essen, 0201-8303838