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Materialien

Organic Food 'Made in China' (2009)

Sternfeld, Eva

EU-China: Civil Society Forum, Hintergrundinformationen 10/2009, 11. August 2009, 11 S.

China hat sich der internationalen Bio-Bewegung erst vergleichsweise spät angeschlossen. Angesichts des Mangels an nutzbarem Land und der großen Bevölkerungszahl, die ernährt werden muss, zögerte das chinesische Landwirtschaftsministerium, den Bio-Anbau zu fördern, weil man einen Rückgang des landwirtschaftlichen Ertrags befürchtete. Im Gegenteil: Chinas "Grüne Revolution" katapultierte das Land in die Position eines der größten Hersteller und Verbraucher von Agrarchemie in der Welt - zu lasten der Umweltqualität und der Ernährungssicherheit.

In den letzten Jahren kam es wegen Umweltverschmutzungen, vergifteten Lebensmitteln oder Erkrankungen und Todesfällen bei Bauern infolge von Vergiftungen durch Agrarchemikalien immer wieder zu öffentlicher Kritik. Außerdem gab es wegen Rückständen von Pflanzengiften immer mehr Schwierigkeiten beim Export landwirtschaftlicher Produkte.

Nicht nur wegen dieser Vorfälle, sondern auch wegen der inzwischen erkannten Chancen auf dem nationalen und dem internationalen Markt nimmt das Landwirtschaftsministerium inzwischen eine positivere Haltung gegenüber dem Bioanbau ein. Tatsächlich ist die Entwicklung des Bioanbaus in China eng mit dem Boom der Bio-Branche in den Industrieländern verknüpft. Im Moment ist der Anteil von Lebensmitteln aus biologischem Anbau in China zwar noch klein, aber er wächst rasant. Der Artikel beleuchtet diese Entwicklung und diskutiert ihre Perspektiven und Beschränkungen.

Sprache: english
Materialform: studie
Schlagworte: Forstwirtschaft, Konsumwelten, Ländliche Entwicklung